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Operationsmethoden

endoskopische Achillessehnenoperation
endoskopische Achillessehnenoperation

Chronische Achillodynie. Bei chronischen Beschwerden ist bei Therapieversagen der konservativen (= nicht-operativen) Therapie eventuell die Operation indiziert.

Die endoskopische Achillessehnendekompression ist eine minimal-invasive Operationsmethode, die bei der chronischen Achillodynie und der Haglund-Deformität meist zu einem sehr guten Therapieerfolg führt. Dabei werden die entzündlich veränderten Schichten abgetragen und Verknöcherungen abgefräst. Im Anschluss an diese Operation ist eine Gipsruhigstellung für 2 - 4 Wochen erforderlich.

offene Achillessehnenoperation
offene Achillessehnenoperation
Entfernung von Nekrosen (=abgestorbenes Gewebe) aus dem zentralen Achillessehnenanteil
Entfernung von Nekrosen (=abgestorbenes Gewebe) aus dem zentralen Achillessehnenanteil

Bei sehr ausgeprägten Fällen ist ein größerer Hautschnitt erforderlich. Die Achillessehne wird längsgespalten und die abgestorbenen, zentral gelegenen Sehnenanteile werden entfernt. Dann kann die Sehne wieder vernäht werden.

Haglund-Deformitäten lassen sich bei dieser Methode besonders leicht entfernen. Ein Nachteil ist natürlich der etwas größere Hautschnitt.

Weitere Therapiemöglichkeiten:

Extrakorporelle Stoßwellentherapie bei Achillodynie:

Die extrakorporelle Stoßwellentherapie ist eine neuere Methode zur Schmerzlinderung. Man vermutet, dass die schmerzlindernde Wirkung nicht auf einer Zertrümmerung beruht, sondern Stosswellen scheinen die Selbstheilung einer Zelle zu aktivieren. Weiters verbessert die Stosswellentherapie den Zellstoffwechsel und deaktiviert die Schmerzfasern. Nach mehreren Behandlungen gelingt bei 60 –80 % der Patienten eine Schmerzlinderung oder ev. auch die komplette Besserung der Beschwerden. Mir persönlich erscheint die Erfolgsrate zu niedrig (im Vergleich zu den guten Ergebnissen mit exzentr. Muskelübungen, konsequenter Physio und pordologischen Einlagen) - aber es ist eine nichtoperative Methode, die man in therapieresistenten Fällen versuchen kann.

ACP – autolog conditioniertes Plasma:

Die Behandlung mit autologem conditioniertem Plasma (ACP) stellt ein neuartiges Behandlungsverfahren zur Therapie der chronischen Achillodynie und Insertionstendopathie dar. Seit längerem ist bekannt, dass die im Blut des Menschen enthaltenen Wachstumsfaktoren unterschiedliche Heilungsvorgänge positiv beeinflussen können.Auf dieser Erkenntnis beruht die ACP-Therapie. Mittels konzentrierter Wachstumsfaktoren im Blut können Heilungs- und Aufbauprozesse im geschädigten bzw. entzündlich veränderten Sehnengewebe stimuliert werde. Wie läuft eine ACP-Therapie ab? Eine kleine Menge Blut wird wie für eine Blutuntersuchung aus der Armvene entnommen. Durch ein spezielles Trennverfahren wird der Teil des Blutes gewonnen, der körpereigene regenerative und arthrosehemmende Bestandteile enthält. Die so gewonnene körpereigene Lösung wird in das betroffene Gewebe injiziert. Dies geschieht mittels einer speziell entwickelten Doppelspritze (Arthrex Double Syringe). Dieses neu entwickelte Doppelkammersystem gewährleistet die sterile Gewinnung und sterile Injektion der Wachstumsfaktoren und bietet so höchstmögliche Sicherheit.

Achtung: Es gibt noch keinen wissenschaftlichen Beweis, dass diese Therapie hilft, bzw. in welchem Prozentsatz Heilungserfolge erzielt werden können – ist aber von Arthrosepatienten die positive Wirkung bekannt – und es gibt inzwischen positive Anwendungsberichte.

Bitte beachten Sie, dass sich medizinische Indikationen und Therapien ständig ändern. Teilweise erfolgen diese Veränderungen rascher, als ich zeitlich imstande bin, meine Homepage zu aktualisieren. Manche Informationen zu Dosierung, Verabreichung und Zusammensetzungen von Medikamenten können sich inzwischen geändert haben. Das Lesen einer Internetseite kann den Besuch beim Arzt nicht ersetzen - es kann sein, dass Ihnen bei einer Untersuchung und anschliessenden Besprechung durch Ihren Arzt auch andere Informationen durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse mitgeteilt werden.